Testen

Die Pflegeeinrichtungen der Region bitten nach wie vor dringend um Unterstützung bei der Durchführung der Corona-Schnelltests – damit den Bewohnern weiterhin die Möglichkeit gegeben wird, ihre Angehörigen zu sehen und die Einrichtungen auch in Zukunft den Verpflichtungen nach Corona-Tests für ihre Mitarbeiter nachkommen können. 

Die Pflegeeinrichtungen, sie leiden ohnehin schon unter dem vielbesprochenen Fachkräftemangel. Und insbesondere im Kontext der Corona-Pandemie reihten sich zahlreiche neue Herausforderungen ein. „Erst kam die Corona-Pandemie, dann die damit verbundenen Hygienemaßnahmen – und schließlich die Schnelltests. Unsere Kolleg:innen in den Einrichtungen arbeiten ohnehin unter starker Belastung, nun ist all dies kaum noch zu bewältigen“, schildert Hans Golmann, Geschäftsführer des Vereins ambet, der in der Region mehrere Pflegeeinrichtungen betreibt. Er sagt: „Wenn wir unsere Liebsten insbesondere auch in den Wintermonaten sehen wollen, dann müssen wir handeln statt klatschen.“ 

Es sei nicht zumutbar, dass die Mitarbeitenden etwa in den Einrichtungen gleichzeitig die pflegebedürftigen Menschen gut versorgen, zahllose Schnelltestes durchführen und gleichzeitig Stand-by für alle weiteren Notfälle zur Verfügung stehen können. Der Gesundheitsschutz für Bewohner:innen und Pflegende müsse auch an den Feiertagen und darüber hinaus ermöglicht werden. Doch dafür wird nun dringend Unterstützung benötigt. 

„Eine Pandemie wie diese ist ohne zivilgesellschaftliches Engagement nicht zu bewältigen. Wir sind froh und dankbar über jeden und jede, die mit anpacken kann. Es kann nur gemeinsam gelingen“, erläutert dazu Dr. Christine Arbogast, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig. Matthias Bertram, Projektmitarbeiter bei der Freiwilligenagentur, ergänzt: „Ich finde es wichtig, dass die Bewohner:innen der Einrichtungen nicht isoliert sind, sondern eine Teilhabe am sozialen Leben möglich ist.“ Er sei froh, dass das Engagement dafür aus der Zivilgesellschaft komme, „ganz im Sinne von: nicht nur nehmen, sondern auch geben“. 

Ohne zusätzliche Unterstützung ist es nicht möglich, die notwendigen Tests durchzuführen. Als freiwilliger Helfender kann sich grundsätzlich jeder melden – Erfahrungen aus dem Gesundheits- bzw. Medizin-Bereich sind gerne gesehen, allerdings keine Voraussetzung. „Es geht nicht nur um die Durchführung der Schnelltests selbst, sondern vor allem auch um organisatorische sowie administrative Unterstützung im Zusammenhang mit den Tests“, erklärt Golmann. Der Druck sei groß: „Alleine werden wir das so nicht mehr schaffen.“ 

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